Weltfrieden – ein Mythos?

Autor: Kashifa Butt

Täglich werden wir Zeugen von Hass, Intoleranz und Ungerechtigkeit. Seien es die Länder der Dritten Welt oder die Industriestaaten, der Frieden steht immer in Gefahr.
Genau aus diesem Grund stellt man sich die Frage, ob es denn überhaupt eine Möglichkeit gibt den Weltfrieden zu sichern, was in Anbetracht der politischen, wirtschaftlichen und ökonomischen Ereignisse aus den Medien unglaubwürdig erscheint. Es macht eher den Eindruck, dass der Weltfrieden einem Mythos ähnelt, welchen es so nie geben wird und eigentlich auch nie wirklich gab. Für Letzteres findet man zahlreiche Evidenzen in der Vergangenheit: Sei es der Holocaust, ein Produkt des nationalsozialistischen Deutschlands, oder der Völkermord an Sinti und Roma, um nur Beispiele zu nennen, stets fielen Menschen den Grausamkeiten und Hass anderer Mitmenschen zum Opfer.

Sucht man nach genauen Gründen und Motiven solcher barbarischen Ereignisse und Verfolgungen, die letztlich in Mord münden, so kommt man zu Auffassungen und Aspekten, die bei  einem gesunden Menschenverstand einfach nicht nachvollziehbar sind.
Auch aktuell sehen wir ähnliche, teilweise schlimmere Zustände in manchen Ländern. Betroffen sind unter anderem auch die arabischen Nationen, aber auch einige Länder Südostasiens. Was vor kurzem in Palästina geschah, ist genauso schrecklich wie die Situation in Mali und genauso entsetzlich wie die zwei Anschläge in Hyderabad, Indien.

In Pakistan fanden im Januar und im Februar zwei sehr große Bombenanschläge auf  die religiöse Minderheit der Schiiten statt. Der zweite Anschlag gilt aufgrund des 1000 kg benutzten Sprengstoffes bei der Explosion sogar als der  schwerwiegendste in diesem Land. Bei beiden Anschlägen kamen jeweils über hundert Schiiten ums Leben und die islamistische Terrororganisation „Lashkar e Jhangvi“ bekannte sich ganz offen zur Tat.

Der dramatische Teil an den meisten Genoziden an der Menschheit ist, dass es zum einen Minderheiten betrifft und zum anderen als Grund für die Verfolgungen ihren Glauben hat.
Religiöse Verfolgung und Tötung scheint nämlich mit ganz oben auf der Liste zu stehen.
Um beim Beispiel Pakistan und religiöser Verfolgung zu bleiben, können die Anhänger der Ahmadiyya Gemeinde nicht unerwähnt bleiben. Auch sie werden seit Jahren verfolgt und getötet, ohne dass es überhaupt ein gerechtes Urteil gibt.

Wenn also extremistische Gruppen hemmungslos Menschen umbringen, wieso können machtvolle Staaten und ihre Gesetze sie nicht aufhalten und für Frieden auf Erden sorgen bzw. wenigstens dazu beitragen, ohne dass weitere Opfer erbracht werden müssen?
Wo ist die Gewährleistung der Menschenrechte in solchen Ländern? Wie soll man den Bürgern dieser Länder versichern, dass ihr Leben kein Spielzeug ist und durch das Gesetz und den Staat beschützt wird?
Es ist unsere Aufgabe als mündige Menschen und Bürger, dass wir in dieser Gesellschaft und Welt unseren Beitrag zur Sicherung des Friedens leisten, vor allem wenn wir sehen, dass solche Ereignisse kein Ende nehmen.

Wenn gemeinsam Stimmen im Kampf gegen Hass, Terrorismus und Intoleranz erhoben werden, dann kann nicht nur jeder individuell etwas zu einer friedlichen Welt beitragen, sondern auch Veränderungen in der Gesellschaft hervorrufen, welche nicht nur uns Nutzen bringen werden, sondern mit großer Sicherheit auch den nachfolgenden Generationen.
Es gibt viele Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind und sei es auch nur moralische. Religionen, Gesetze und Rechte existieren, um ein friedliches Miteinander zu gewährleisten und die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Wenn Entscheidungen mit Zwang aufgedrückt werden und ohne Zustimmungen der Mehrheit, der Völker und Menschen aufgesetzt werden, kann das Wohl der Menschheit nicht garantiert werden.

Mahatma Gandhi sagte zu Recht, dass es keinen Weg zum Frieden gäbe, denn Frieden selbst sei der Weg. Auch sagte er, dass Etwas, was mit Gewalt gewonnen würde, auch nur mit Gewalt behalten werden könne.
Mirza Ghulam Ahmad, der Gründer der Ahmadiyya Gemeinde sagte, dass die Verbreitung des Friedens auf dieser Welt essentiell sei. Dabei sind es genau die Anhänger seiner Gemeinde, die in vielen Ländern ohne Rücksicht verfolgt und umgebracht werden.
Der Islam lehrt, dass es keinen Zwang im Glauben geben darf, doch sind es fanatische, extremistische Islamisten, die diese friedliche Religion total falsch auslegen und praktizieren.
Stillsitzend kann keine Veränderung zum Positiven erreicht werden. Wenn wir etwas bewirken wollen, dann müssen wir zuerst uns verändern, Vorurteile abbauen und unsere Einstellungen und Denkweisen ändern.
Letzten Endes entscheiden wir selbst für uns wie wir leben wollen, in welcher Gesellschaft unsere Kinder groß werden sollen und was wir für unsere Mitmenschen tun können, damit das Leiden, der Hass und die Intoleranz endlich ein Ende nimmt.
Kein Argument dieser Welt rechtfertigt Gewaltanwendung und nur durch Frieden kann eine bessere Welt zustande kommen.

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2 thoughts on “Weltfrieden – ein Mythos?

  1. IDREES SAYAL

    How can we translate it?

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